5 einfache Wege für nachhaltiges Webdesign

nachhaltiges webdesign - beitragsbild
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Hey, heute haben wir ein richtig spannendes Thema im Kreativkeller entdeckt.

Bis vor kurzer Zeit war es eher ein Trend, mehr auf Nachhaltigkeit zu achten, aber wie wir alle langsam bemerken, ist das kein Trend mehr, sondern geht langsam in den Alltag über. Das gilt auch für Webseiten.

Fragste Dich jetzt, wie das funktionieren soll und was eine Webseite mit Nachhaltigkeit und Klimawandel zu tun hat? Die Antworten und 5 einfache Wege das umzusetzen, erfährst Du jetzt.

nachhaltiges webdesign 3 - ecology

 

Nachhaltigkeit im Alltag

Das Schöne ist, dass wir Menschen langsam damit anfangen, unseren Konsum und unseren persönlichen CO2-Haushalt zu hinterfragen. Wir alle fangen langsam damit an, mehr in die Nachhaltigkeit zu gehen, damit es sich auf dat Klima positiv auswirkt. Natürlich wird das auch für die Industrie interessanter.

Im Alltag finden wir nachhaltige Pflegeprodukte wie Wattestäbchen, die wir säubern und über Monate hinweg nutzen können oder Toilettenpapier aus Bambusfasern. Fußball-Trikots aus Plastikmüll oder die grüne Bahncard. Das sind alles nützliche Dinge, auf die wir zurückgreifen können, um uns allen etwas Gutes zu tun.

nachhaltiges webdesign 5 - menschen mit erde

 

Auf einen Aspekt möchte ich mehr eingehen, der mittlerweile schon fest in unserem Kreativtuner-Alltag dazugehört. Er ist auch für andere Agenturen, Selbstständige und Webseitenbetreiber interessant und wichtig.

Während sich Meldungen über Mikroplastik oder Plastiktüten in den Medien teilweise überschlagen, bleibt ein Teil davon ausgeschlossen: das Internet.

Wenn wir darauf den Fokus legen, ist das Internet mit einer der größten Aspekte, die immens Energie und CO2 verbrauchen. Anders als bei physischen Produkten entsteht beim Aufbau von Internetseiten kein direktes CO2, dennoch produziert jeder Aufruf einer Webseite durchschnittlich 6,8-7 Gramm CO2. Heftig, oder?

 

Wenn wir das auf alle Menschen, Projekte und Webseiten hochrechnen ist dat ‘ne janze Menge.

Wir haben das Ziel eines CO2-neutralen Lebens. Laut Weltklimarat dürfen wir pro Kopf nur 2 Tonnen davon verbrauchen. Aktuell stehen wir in Deutschland noch weit darüber: 11 Tonnen verbraucht jeder Deutsche.

Darüber gibt es auch eine Studie von den schwedischen KTH Royal Institute of Technology. Sie besagt, dass das Internet mittlerweile für etwa 10% des weltweiten Energieverbrauchs verantwortlich ist. Wenn man so nachdenkt, ist ein Ende nicht wirklich in Sicht.

Im Gegenteil: Wir lagern immer mehr Daten in Clouds wie Apple Cloud oder Google Drive ein, wir nutzen unendlich viele Softwares wie beispielsweise diverse Grafikprogramme, die viel Energie fressen. Andauernd läuft der Browser im Background, wir hören kontinuierlich Musik oder Podcasts, schauen Netflix usw. Webseiten werden immer aufwendiger designt und programmiert und damit datenhungriger. Dann brauchen wir allein durch die DSGVO eine Menge Plugins, um zu erfragen, ob wir Cookies setzen dürfen, um IP’s zu verdecken. Und dann kommen noch Internetanbieter hinzu, die immer schnellere Internetverbindungen garantieren.

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Konsum geht auch anders

Im Allgemeinen möchte ich nicht sagen, dass das alles schlecht ist – im Gegenteil. Das Internet bietet eine Menge Möglichkeiten und ist sozusagen mein Zuhause, wenn es ums Business geht.

Aber wenn man einfach mal kurz in sich kehrt, ist es schon krass, was man damit eigentlich fabriziert. Deshalb sage ich mir auch, dass wir anfangen sollten entgegenzuwirken. Beispielsweise, dass wir nicht mehr 1 Tonne Dokumente im Büro lagern, sondern wie es eine gute Freundin in Norwegen macht: Da läuft alles nur noch digital per App ab. Da gibt es kaum mehr Papierkram.

 

Jedenfalls können auch wir als kleine Menschen dafür sorgen, dass das energiehungrige Monster nicht endlos im Internet wächst. Auch wenn es hier so unkompliziert ist, große Datenmengen in kürzester Zeit zu laden. Wir sind dennoch für die Ressourcen verantwortlich.

Was steckt hinter nachhaltigem Webdesign?

 

Nachhaltiges Webdesign kann so einfach sein – 5 Schritte

Wie es bei allen Produkten der Fall ist, ist nachhaltiges Webdesign eigentlich das Ziel. Je weniger Daten es verbraucht, desto weniger Energie wird benötigt. Und umso geringer wird der CO2-Ausstoß der Webseite.

nachhaltiges webdesign 4 - green energy

 

 

1. Nachhaltiges Webhosting

Nachhaltige Webseiten sollten natürlich auch nachhaltig gehostet werden. Ob Deine Webseite mit grünem Strom betrieben wird, kannst Du beispielsweise bei der greenwebfoundation nachschlagen. Seit 2019 gibt es eigentlich keinen Grund mehr, seine Webseite nicht CO2-neutral zu hosten.

 

2. Das Konzept der Webseite

Die Navigation einer Webseite sollte einfach und zielführend sein. Je schneller der Benutzer zum Ziel kommt, desto besser. Das bedeutet: Je weniger Klicks es braucht, um mit Dir Kontakt aufzunehmen oder etwas zu bestellen, desto weniger Energie verbraucht Deine Webseite.

 

3. Nachhaltiges Webdesign

Das Design einer Webseite ist erst dann nachhaltig, wenn es möglichst zeitlos ist und langlebig gestaltet wurde. Das bedeutet, dass auch in den nächsten Jahren nicht viele Veränderungen nötig werden und Dein Webdesigner die Seite nicht halbjährlich komplett neu aufsetzen muss. Der Nachteil ist, dass kurzfristige Trends im besten Falle vermieden werden sollten. Nachhaltiges Design berücksichtigt Aspekte wie Ästhetik, Funktionalität, Ökologie und Nutzerfreundlichkeit gleichermaßen. Der Herstellungsprozess einer Webseite sollte natürlich so CO2-neutral wie möglich ablaufen.

 

4. Nachhaltige Webentwicklung

Je sauberer eine Webseite programmiert wurde, desto schneller und energieeffizienter kann sie geladen werden. Am nachhaltigsten wäre es, wenn Du auf Programmierer zurückgreifst und aufwendige, große Themes gar nicht mehr benötigst. Eine nachhaltige Webseite sollte unabhängig von externen Mitanbietern funktionieren. Also im besten Fall ohne Plugins und Drittanbieter, um Ressourcen zu schonen. Der Nachteil ist allerdings, dass das Deine Webseite in der Regel unbrauchbar macht. Allgemein gilt: Je mehr Ressourcen selbst gehostet werden, desto geringer ist die Abhängigkeit.

 

5. Nachhaltigkeit im Datenverbrauch

Eine Webseite, die weniger Content lädt, produziert automatisch weniger CO2 bei ihrem Aufruf. Nutze deshalb immer nur die Inhalte, die wirklich wichtig für Deine Zielgruppe sind. Natürlich kommt noch dazu, dass Du und Dein Designer auf die Optimierung von Bild- und Videoformaten achtet, um den Energieverbrauch von der Webseite deutlich zu senken.

 

Welche Vorteile bietet nachhaltiges Webdesign allgemein?

Nachhaltigen Produkten wird fälschlicherweise oft nachgesagt, dass sie nicht so leistungsstark wie die energiehungrigen Kollegen sind. Das verhält sich bei der Webseite genau umgekehrt.

Nachhaltige und damit umweltfreundliche Webseiten haben einen immensen Vorteil, da sie deutlich schnellere Ladezeiten haben. Das kommt daher, dass die Webseiten weniger Ressourcen im Sinne von CMS, Javascript und Bilder verbrauchen und damit einhergehend auch geringere Dateigrößen haben. Der große Vorteil der schnellen Ladezeit ist, dass sie nicht nur die Nutzerzufriedenheit steigert, sondern auch für einen besseren SEO-Erfolg sorgt.

Wenn man mal etwas auf das Jahr 2016 zurückblickt, besagt beispielsweise eine Google Studie, dass 53 % der Besucher einer Webseite vorzeitig abspringen, wenn sie länger als 3 Sekunden Ladezeit benötigt. 3 Sekunden sind wirklich nicht lange, aber für eine Webseite ist das schon fast eine Ewigkeit. Wie schnell Deine Webseite lädt, kannst Du mit dem kostenlosen Page Speed-Test von Google messen.

Man darf nicht vergessen, dass die Ladezeit einer Webseite seit letztem Jahr (2018) ein wirklich wichtiger SEO-Faktor wurde. Je schneller, desto besser wird sie gerankt. Unterschätze deshalb den Wert einer optimalen, nachhaltigen Performance für Dein Business nicht.

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Fazit für nachhaltiges Webdesign

Wir sollten echt mal in uns gehen und uns überlegen, nachhaltiges Webdesign anzubieten oder darauf zurückzugreifen und wirklich umzusetzen.

Das bringt auf jeder Ebene Vorteile. Für die Umwelt, für das Klima, für uns selbst. Das hat alles positive Effekte – auf die Performance Deiner Webseite und Deinen Erfolg als Selbstständiger oder Unternehmer. Die gesteigerte Nutzerfreundlichkeit wird Deine Kunden begeistern.

Hast Du schon Erfahrung mit solchen nachhaltigen Webseiten? Wir achten immer mehr darauf und bauen seit diesem Jahr mehr und mehr nachhaltig um, um auch der Umwelt etwas Gutes zu tun.

Wie wichtig ist Dir Umweltschutz und Nachhaltigkeit? Wir freuen uns auf Deine Meinung in den Kommentaren.

 


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