Werde zur Frontkaempferin und hoer nur noch auf dein Herz

Werde zur Frontkaempferin und hoer nur noch auf dein Herz

– denn das ist das Einzige, das zaehlt

Schön, dass Du es mal wieder in den Kreativkeller geschafft hast. Heute reden wir Tacheles.
Dit kann doch wohl nich‘ wahr sein. Bist Du auch so ein Sklave von dieser ganzen Social-Media- und Sichtbarkeits-Welt? Lässt Du Dich von irgendwelchen Menschen vollquatschen? Herzlich willkommen im Club! Das waren wir auch.

Social Media, Content, dieKreativtuner

Reden wir Tacheles!

Aber jetzt reden wir Kreativtuner mal Tacheles. Zunächst: Was heißt denn nun Frontkämpferin? Das ist ein Wort, das ich, Kimi, immer so gerne sage. Ich glaube, dass man das auch passend zur Krise gut nehmen kann. Vielleicht spiegelt sich dieser Blogbeitrag auch von den Trillionen Meinungen ein bisschen wieder. Es geht einfach darum, dass wir die Schnauze richtig voll haben


Wir sind ja sehr direkt. Wir haben die Berliner Schnauze. Und das ist das, was die Leute an uns lieben. Wat sollen wir sagen? wir können es nicht mehr sehen. Jeder Honk macht das Gleiche. Okay, nicht jeder. Aber viele. Viele klauen irgendwas und erzählen dreist, dass sie es gemacht hätten. Obwohl eigentlich jeder weiß, dass sie das nicht gemacht haben. Es wird immer auf die leichte Schulter genommen und irgendwie als selbstverständlich in der Business-Welt angesehen. „Macht doch jeder so!“ „Ist doch normal so!“ „So läuft das Business eben!“ Wir sind der Meinung, dass es halt nicht so ist.

Ist es wirklich so schwer, sich von der Masse abzuheben?

Was ist denn so schwer daran, sich von der Masse abzuheben? Was ist so schwer daran, mal ehrlich zu sein? Oder was ist so schwer daran, mal transparent zu sein? Wir können es nicht mehr sehen. Letztens war ich, Kimi, so wütend. Ich habe eine Hass-Sprachnachricht an meine Texterin von unbändige Texte geschickt, die dann auch dachte, dass ich komplett verrückt geworden bin. Ich habe zu ihr gesagt, dass ich das alles nicht mehr sehen kann. Jeder erzählt ja in der aktuellen Krise, dass es ihm gut gehe. Dass ihnen die Leute die Bude einrennen. Krise? Nie gehört. Da muss ich direkt auch selbst einwirken, denn es gibt einige wenige, die jetzt richtig von dieser Krise profitieren. Genauso wie damals, als diese DSGVO in Kraft trat. Da gab es auch viele Anwälte, die dadurch sehr viel Geld generiert haben. Nichtsdestotrotz sind doch viele von dieser Krise massiv betroffen. Das liegt doch auf der Hand. Nicht nur Gastronomen oder sonst was, sondern auch Kreative, Solo-Selbstständige und Start-ups wie wir sind davon betroffen. Die Leute da draußen – egal wer Dein Kunde ist – muss jetzt auch zusehen. Denn auch ihm fehlen die Kunden oder ihm wurde der Job gekündigt. Vielleicht haben sie noch ein bisschen auf der hohen Kante, aber vielleicht auch nicht und bangen jetzt um ihre Existenz. Das heißt dann natürlich, dass wir alle im gleichen Boot sitzen. Aber das wollen ja viele nicht sehen. Warum?

Netzwerken, Branddesign, dieKreativtuner

Geheucheltes Netzwerken

Und wir können diese Postings nicht mehr sehen. Bei Facebook ging ja dieser Post umher, unter dem jeder Selbstständige seine Webseite verlinken sollte. Unter dem Hashtag #keinKonkurrenzdenken – wir gemeinsam in der Krise. Wir haben da auch immer mitgemacht, denn wir wurden in diesen Sog gezogen. Doch danach erkannten wir: Sin’wa blöd? Warum haben wir das gemacht, weil bringen tut das doch nix? Okay, es bringt 0,01 % Sichtbarkeit. Leute, die Dich vorher noch nie gesehen haben, sehen Dich. Das ist ein Vorteil. Aber da kam nix bei rum. Und wir mögen es nicht, wenn Leute immer sagen: „Ich schenke dir dies. Ich schenke dir das.“ Klar schenken wir auch super gerne und geben viele Tipps und Tricks. Viele schreiben uns über Instagram eine Nachricht und fragen nach einem Tipp, wenn sie gerade feststecken. Wir sind die Letzten, die da nicht aushelfen, weil es unsere Herzensangelegenheit ist. Vor allem auch, weil wir es selbst kennen, wenn man gerade nicht viel Budget hat und einfach nur einen kleinen Tipp braucht. Dann fragen wir doch den, den wir feiern und als Vorbild haben. Das ist gar kein Thema. Aber wir hassen Lügner. Wir hassen es, wenn die Leute sagen, dass es ihnen gut geht und es hinter den Kulissen gar nicht so läuft. Und dann machen sie einen auf Midlifecrisis von wegen „Konkurrenzkampf ade“.

Design, Designer, dieKreativtuner

Konkurrenzdenken – nich‘ mit uns!

Da fängt es doch schon an. Warum denkst du denn in Konkurrenz? Du bist doch ganz anders. Du bist doch ein ganz anderer Typ Mensch wie beispielsweise wir als Designer. Und wenn wir uns mal so richtig auf den Arsch setzen würden, jeden Tag, dann könnten wir ooch jeden Tag locker irgendwelche Aufträge generieren und Kooperationspartner an Land ziehen. Aber so, wie wir eben mal sind, sind wir Gewohnheitstiere. In der Designbranche ist es nicht stark vertreten. Es gibt wirklich wenige, die sich wirklich auf den Arsch setzen und ihr Ding durchziehen. Die Mehrheit wartet auf Empfehlungen. Und diese Mehrheit sieht sich andere Designer an und fragt sich, warum der eine Designer mehr Aufträge bekommt als sie selbst. Und der auch mehr verlangt, weil er in die Sichtbarkeit geht und die Leute penetriert und auch ehrlich ist. Bei uns ist es beispielsweise so, dass wir sehr ehrlich sind. Wir sind uns selbst gegenüber auch sehr ehrlich. Wir können es nicht, uns in den Stories oder Videos im schönsten Rampenlicht darzustellen, während es in der Kommandozentrale alles andere als jut läuft. Da könnten wir uns gar nicht im Spiegel ansehen. Da würden wir uns ja irgendwann verhaspeln. Ne dat funktioniert nicht. Und genau dafür steht dieser Titel: Frontkämpferin sein.

Frontkaempferin in 3, 2, 1 ...

Wir sind viel in uns gekehrt und haben uns in der Krise selbst gefunden. Im Prinzip haben wir alle 3 Möglichkeiten:

  1. Rumheulen, so lange, bis die Erleuchtung kommt und dabei untergehen – denn die wird wahrscheinlich nie kommen.
  2. Sofort aufgeben, Insolvenz anmelden und sagen „dat war’s dann wohl.“ Aber würden wir uns dann nicht alle fragen, was gewesen wäre, wenn …?
  3. Auf den Arsch setzen und allet tun, was wir können und sagen: „Fuck you world. Entweder passt es den Leuten oder nicht. Entweder werde ich mega erfolgreich damit oder ich gehe mit erhobenem Haupt unter, dass ich bei den Leuten sogar noch in den Köpfen hängen bleiben werde.“

Welche Option klingt für Dich am besten? Die 3? Für uns auch. Und deshalb ist es halt wichtig für sich selbst, die Frontkämpferin zu sein. Wirklich rauszugehen und einfach das eigene Ding durchzuziehen. 


Wir haben auch einige Hater und Neider, die Mist über uns erzählen oder Kunden, die uns abgezogen haben und erzählen, dass wir Betrüger wären. Dagegen gehen wir schon anwaltlich vor. Die Selbstständigkeit hat eben auch einen bitteren Beigeschmack. Frage Dich: Bist Du dafür gewappnet oder nicht? Wenn nicht, dann musst Du es Dir ganz schnell aneignen oder aufgeben. Aber dann wirst Du Dich natürlich auch stets und ständig fragen: Was wäre wenn? Hätte, hätte Fahrradkette. Um Dir das gleich zu nehmen: Probier es. Mach es. Und wenn Du die ersten Tage nur funktionierst wie ein Roboter: Mach es einfach. Danach fällst Du tot um, aber wenn Du am nächsten Tag auferstehst, denkst Du Dir: “Geile Scheiße. Was ich hier in den letzten Wochen geschafft habe, ist der Wahnsinn.” Daraus ziehst Du so fette Learnings und bist krass aus Deiner Komfortzone ausgebrochen. Und zwar so sehr, dass Du das Rumgeheule da draußen auch nicht mehr Ernst nehmen kannst.

Das Rumgeheule da draußen ...

Wir haben viel mit Kunden geredet und wir sind so froh, dass wir auf einer Wellenlänge sind. Sie sagten auch, dass sie dieses Rumgeheule nicht mehr mit anhören können. Denn viele, die jetzt keine Kunden mehr bekommen, schrauben jetzt ihren Stundenlohn drastisch nach unten. Sogar so weit, dass sie noch weniger als den Mindestlohn verdienen. Wir stellen uns dann immer die Frage: Rechnest Du auch, wie hoch Deine Ausgaben sind? Willst Du Dich mit 1000 Kunden im Monat kaputt schuften, um doch nur mit Ach und Krach über die Runden zu kommen? 

 

Oder willst Du lieber 3 Kunden haben und hast sogar noch 200 oder 300 Euro Taschengeld – die du in solchen Zeiten wie jetzt gut als Rücklage gebrauchen könntest?


Das kannst Du Dir gleich hinter die Ohren schreiben: Die Kimi ist definitiv eine Frontkämpferin und wir können Dir nur von Herzen sagen: Sei Du auch eine Frontkämpferin oder ein Frontkämpfer.

Webdesign, Ehrlichkeit, dieKreativtuner

Zu direkt – kann sein

Vielleicht war dieser Blogartikel etwas zu direkt, aber weißte wat? Das ist uns egal, denn wir sind nu mal so. Entweder magst Du das oder eben nicht. 

Bleib stark. Gib niemals auf. Egal wie groß die Herausforderung ist: Du weißt, dass es diesen Spruch nicht umsonst gibt: Für jedes Problem gibt es immer eine Lösung. Das ist das, was wir unser Leben lang immer wieder erfahren haben. Dieser Spruch ist so tief in unseren Herzen eingraviert, dass wir ihn nie wieder loslassen werden und auch gar nicht wollen. Was nicht heißt, dass es bei uns immer top läuft. Auch wir haben unsere Zweifel, Heultage oder -wochen, in denen wir uns selbst richtig schlecht machen und verzweifeln. Unser Umfeld sag dann auch: Wat stimmt denn mit euch nicht? 

Aber wir brauchen das irgendwie. Unser Katalysator: Ängste und das krasse Selbstmitleid und mit ‘nem fetten Eis und einem Liebesfilm heulen. Das brauchen wir, um am nächsten Tag wie neu geboren zu sein und wieder diese Frontkämpfer zu sein und zu sagen: Alter, wir schaffen allet, was wir wollen. Uns wurde nie etwas in den Schoß gelegt und dennoch haben wir alles geschafft, was wir schaffen wollten.

Deine Kreativtuner Kimi und Timo

Sich selbst treu bleiben

Sich selbst treu bleiben – auch bei Trilliarden Meinungen um Dich herum

Hey und mega, dass Du mal wieder in den Kreativkeller gefunden hast. Wir haben wohl den Schlüssel irgendwie verlegt und konnten deshalb lange nicht mehr rumkramen, um ‘ne neue Kiste zu entstauben. Aber jetz haben wir ihn wieder jefunden. Du bist hier, also ist ja nochmal allet jut gegangen.

Bei der Suche nach dem Schlüssel kamen uns die aktuelle Corona-Krise und einige Experten entgegen. Wir haben gemerkt, dass viele Leute einfach nur nach Zahlen gehen, anstatt auf Nachhaltigkeit zu achten oder zu beachten, welche Persönlichkeit hinter den Zahlen steckt.

Wat meinen wir mit den Trilliarden Meinungen aus der Ueberschrift?

Und was hat das mit sich selbst treu bleiben zu tun?

Nehmen wir die aktuelle Krise #coronaisnebitch: Da hatten meine Texterin und ich bis vor kurzem eine Kampagne, um den Leuten zu zeigen, dass wir jetzt stark bleiben und uns nicht hängen lassen sollen. Wir müssen uns jetzt alle selbst motivieren.

Auch wir Kreativtuner sind stark davon betroffen. Viele stehen immer noch unter Schock und sind wie erstarrt. Sie buchen weniger Logo- und Branddesigns oder Funnel-Marketing. Wir haben uns dazu mit vielen ausgetauscht und diese Sätze bekamen wir zu hören:

  • Minimiere Deine Preise
  • Halbiere Deinen Stundenlohn
  • Verschenke alles, was du hast

Natürlich müssen wir jetzt alle umdenken. Nicht nur die Offline-Geschäfte, sondern auch die Online-Businesses. Wer nicht umdenkt, wird fallen. Davon sind wir fest überzeugt. Wenn Du aber offen dafür bist, umzudenken, Deine Strategie und Deine Angebote anzupassen und tiefgründiger zu werden, dann bekommst Du damit die neue Währung. Die heißt jetzt nämlich: Sichtbarkeit. 

Diese Zeit eignet sich doch perfekt dafür, Strategien und Angebote anzupassen. Weniger Kunden. Kaum Kontakt mit Freunden. Keine Freizeitbeschäftigungen. Da könnwa uns schon mal um unser Marketing kümmern, wa? Damit schaffst Du es, einer der Wenigen zu sein, die diese Krise unternehmerisch gesehen überleben werden.

Im Marketing sich selbst treu bleiben

Wir sind absolute Gegner davon, Preise zu halbieren. Der Preis richtet sich, unserer Meinung nach, nach der Qualität. Und die können wir nicht runterstufen. Warum? Weil wir mit dem Herzen dabei sind und keine halben Sachen machen. Kostenlos kannste gerne wat machen, aber nicht schnell schnell aus der Krise heraus. Wir haben mit einigen Netzwerk-Partnern gesprochen. Viele sind auch der Meinung, dass man dieses Vorgehen jetzt auf jeder Social-Media-Plattform sehen kann: Kostenlose Angebote schießen ausm Boden wie Pilze. Kann das nachhaltig sein? 

Klar solltest du nicht ewig lang an irgendwelchen Produkten rumschrauben und warten, bis die Krise vorbei ist. Jetzt ist die Zeit, sich wirklich Gedanken zu machen und ein Produkt oder ein Freebie oder wat auch immer zu entwickeln. Direkt in die Umsetzung gehen, lautet die Devise. Das muss jetzt kein High-Society-Dings sein. Sondern so, dass es auch nach der ganzen Situation noch für potentielle Kunden, Partner und Follower brauchbar ist. Einfach etwas, womit die Leute etwas anfangen können.

Neues aus der Kreativtuner-Kommandozentrale

Wir haben zum Beispiel unser komplettes internes Konzept umgestellt. Das kannst Du an unserer neuen Webseite sehen oder an unserem Re-Design. Wir haben einen Funnel-Experten an der Hand. Er hat uns einige Tipps gegeben. Unsere Webseite rankt jetzt auch viel besser.

Wir haben jetz auch ein Werbevideo entwickelt. Wir werden Ads schalten. Wir haben endlich ‘nen Freebie (womit uns Natalie ja schon ewig in den Ohren lag). Im Hintergrund arbeiten wir gerade an einem Podcast. Unser YouTube-Kanal wird wiederbelebt. Instagram ist für 2 Monate vorbereitet und optimal auf die Blogartikel hier zugeschnitten. In unserem Konzept ist also für jeden wat dabei: Leseratte, Social-Media-Maus oder YouTube-Glupscher. 

Und genau das meinen wir mit Nachhaltigkeit: Etwas zu machen, das sich auf allen Ebenen positiv auswirkt und nicht nur entsteht, weil es „so gemacht werden muss“. Etwas machen, wohinter Du tatsächlich stehen kannst.

Herausforderung: In Social Media sich selbst treu bleiben

Da wir wissen, dass Du es liebst, mehr hinter unsere Kulissen zu schauen, können wir noch was anderes verraten: Wir haben uns mit großen Influencern ausgetauscht. Die meinten auch: „Kimi, Social Media ist für die Leute wie eine Daily Soap. Die wollen jeden Tag wissen, wat Du machst, wie Du Deinen Kaffee trinkst, wie Du arbeitest. Es ist einfach wie eine Fernsehsendung.“ Wenn wir das mal Revue passieren lassen, dann stimmt das. Wir können nicht nur Expertenwissen ohne Ende rausballern, wenn wir uns tief im Herzen unwohl fühlen. Warum wollen wir das nicht? Weil es jeder so macht.

 

Durch die Krise konnten wir uns neu resetten. Klar hatten wir auch unsere Heultage und positiven starken Tage. Doch wir konnten zurückfahren, back to the roots und endlich wieder das machen, worauf wir richtig Bock haben. Denn wir wollen das veröffentlichen, was wir produzieren wollen. Nicht nur, um Zahlen zu bekommen. Die stehen für uns nur an vierter Stelle. Uns geht*s erstmal darum, dass die Leute uns sehen und uns als Person kennenlernen und feiern. Natürlich auch ein paar Tipps von uns abstauben, damit sie sehen, dass wir im Bereich Branddesign wirklich was draufhaben. 

Ein Beispiel: In der weiblichen Designer-Welt in Deutschland gibt es eine, die sehr bekannt ist. Postet sie einen Beitrag, müssen wir keine 2 Tage warten und andere Designer nehmen diesen Post und veröffentlichen ihn auf ihren Profilen. Natürlich nicht 1:1 aber man sieht schon, dass sie den Inhalt einfach nur kopieren. Keine Frage: Inspiration ist super und wichtig. Das Rad können wir nicht neu erfinden. Aber da sieht man einfach, dass sich viele gar keine Gedanken um ihre Postings machen. Sie übernehmen einfach nur Ideen von anderen. 

Warum hörst Du nicht einfach auf Dein Herz und bleibst Dir selbst treu? Wir sind Designer. Wir sind Unternehmer. Wir müssen doch nicht den ganzen Tag über Farbvariationen reden, wenn wir über andere Dinge reden können, die eine Beziehung mit unseren Followern aufbauen. Wie beispielsweise hierüber:

  • Warum hab ich einen Kreativstopp?
  • Warum ist mein Frühstück heute so gut?
  • Welche Gedanken gehen mir mit der Krise durch den Kopf?

Es geht doch vielen Menschen mal so, dass sie einen Kreativstopp haben. Nicht nur Designern. Sondern auch Rechtsanwälten, die nebenbei unsere Designs noch mega feiern.

Trilliardenmeinungen und wie Du Dich nicht verirrst

Eines Tages sind wir tagsüber bei Instagram festgeklebt und hatten es SO satt. Jeder macht jetzt einen Onlinekurs, einen Onlinekongress oder einen Onlineshop. Doch das machen meistens die Leute, bei denen das gar keinen Sinn macht. Nicht zu jedem passt alles.

Wir könnten jetzt auch alles machen. Webinar, Mentorship-Programm, Mitgliederbereich oder Inner Circles mit monatlichen Beitragszahlungen. Ja, das können wir alles machen. Aber das muss doch auch alles Hand und Fuß haben. Was wir nicht vergessen dürfen: Das alles muss kontinuierlich gepflegt werden.

In den letzten Monaten haben wir einfach gemerkt, dass wir viele Profis an unserer Seite hatten und unendlich viel Content produziert haben. Das hat alles gut funktioniert, aber nicht so wie damals, als wir allet alleine gemacht haben und uns selbst treu geblieben sind. Da sind wir auch offen und ehrlich: Wir wurden ein bisschen mitgerissen. Uns wurde gesagt, wie wir das zu machen haben und das war einfach nicht unser Stil.

Also klar: Wenn Du einen Podcast hast, dann musst Du gewisse Dinge beachten. Dafür haben wir auch eine Expertin an der Hand. Per Sprachnachricht hat sie uns letztens auch gesagt: „Kimi, weißt du was. Ich hab mich auch neu resettet und bin jetzt der Meinung, dass wir einfach auf unser Herz hören müssen. Beachte nur gewisse Dinge, aber geh raus. Geh in die Sichtbarkeit. Das ist das Wichtigste.“

Und genau das möchten wir Dir auf den Weg geben: Höre auf Dein Herz. 

3+1 Tipp wie Du Dir selbst treu bleibst

1. Hör auf dein Herz
2. Mach alles anders als alle anderen
3. Kehr in Dich, was Du selbst oder Dein Team bewerkstelligen kann

Der vierte Tipp ist etwas länger: Bilde Dich in den Bausteinen weiter, die Du eh schon bedienst. Erstelle nicht noch mehr Produkte. Konzentriere Dich lieber auf die Optimierung Deines Marketings. Bilde Dich weiter. Denkst Du jetzt, Du kannst schon allet? Ich arbeite schon über 10 Jahre mit Photoshop. Das Programm entwickelt sich ständig weiter, also muss ich mich auch nach über einem Jahrzehnt täglicher Nutzung noch in Photoshop weiterbilden. Dann möchte ich Adobe XD lernen, um Webseiten besser zu designen. Mit Illustrator muss ich mich auch noch tiefer auseinandersetzen. 


Wir bekamen in den letzten Wochen laufend Anfragen zum Thema Onlineshop. In diesem Bereich sind wir wirklich keine Experten, aber wenn wir es jetzt werden würden, würde das im größten Stress ausarten. Selbst, wenn wir durch 90%ige Umsatzeinbußen echt überlegt haben, nicht doch diesen Weg einzuschlagen. 

Stell Dir vor, dass Du irgendwann 30 Produkte und 1000 Angebote und Skills hast. Da schleicht sich früher oder später ein Virus ein, der Deiner Qualität schaden wird. Du wirst deshalb mehr Kritik ernten und deutlich mehr Stress haben. Das muss doch nicht sein.

Hoer einfach auf dein Herz

Quatsch mit einem Business-Buddy. Tausch Dich aus. Unsere Texterin macht das beispielsweise immer so, dass sie einen Testlauf mit ein paar Leuten startet. So holt sie sich Feedback und verbessert ihr Angebot. Erst dann geht sie richtig in die Sichtbarkeit. Wir Kreativtuner sind da etwas radikaler und machen das einfach. Entweder passt es oder es passt nicht. Und wenn es nicht passt, dann nehmen wir es wieder raus. Hat alles seine Vor- und Nachteile. Deshalb:

Bleib Dir treu. Hör auf Dein Herz und kopiere andere nicht 1:1. Die Leute wollen Dich sehen. Lass Dich gern inspirieren, aber verpacke es so, dass Du richtig krass wirst. Hör nicht auf zu viele Meinungen. Du weißt: Zu viele Köche verderben den Brei.

Deine Kimi und Dein Timo

Flaute im Kopf? Wir tunen Deine Inspiration mit diesen 7 Quellen

inspiration - beitragsbild

Ideenlos. Nichts fällt Dir ein. Die Deadline ist in 2,5 Stunden. Kaffee, DAS Elixir für Inspiration überhaupt, zeigt heute auch keine Wirkung.

Wäre diese Situation ein Film, würde jetzt eine Wüstenblume durch die staubtrockene Wüste fegen.

Solche Tage kennen wir Kreativtuner sehr gut – wie vermutlich jeder andere, der im kreativen Bereich tätig ist. Kreativität ist nichts, was per Knopfdruck funktioniert, auch wenn das im kreativen Alltag hilfreich wäre.

Was wir tun, um unsere Inspiration zu tunen, verraten wir Dir jetzt, weil wir über die Zeit verschiedenste Quellen dafür gefunden haben. Die wollen wir Dir natürlich nicht vorenthalten.

 

3 nützliche Online-Quellen für Deine Inspiration

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Viel hilft nicht viel. Am Anfang meiner Designerlaufbahn hatte ich Unmengen unterschiedlicher Inspirationsquellen. Hier eine, dort eine. Ich kannte mich beinahe selbst nicht mehr aus.

Als meine Inspiration mal wieder untergetaucht ist, konnte ich mich natürlich nicht entscheiden, welche der Quellen ich jetzt benutzen sollte. Das ist nicht der Sinn der Sache.

Eine Inspirationsquelle muss inspirieren, nicht überfordern.

Aus diesem Grund habe ich mich auf 3 Online-Quellen festgelegt, die mir noch aus jedem Kreativtief geholfen haben. Diese stelle ich dir hier vor.

 

1. Pinterest

inspiration - pinterest

Ursprünglich war Pinterest „nur“ dazu da, Blogartikel zu streuen und seine Sichtbarkeit aufzubauen. Für mich ist es viel mehr.

Gibst Du in das Suchfeld beispielsweise „Webdesign“ ein, tauchen zahlreiche Webseiten-Layouts auf. Damit sie nicht verloren gehen, legst Du Boards an und pinnst dort die inspirierenden Bilder der anderen. Will Deine Kreativität mal wieder nicht, bekommst Du mit Deinen Boards jede Menge Anregungen für Deine anstehenden Designs.

Ich hab‘ meine Boards schon fleißig mit mega Grafiken gefüttert. Schau doch mal vorbei.

2. Behance

inspiration - behance

Behance ist eine Plattform von Adobe, in der professionelle Designer ihr Portfolio teilen.

Auch hier legst Du Boards an, auf denen Du interessante und inspirierende Grafiken oder Layouts speicherst. Likest Du ein Bild, speichert es sich automatisch und Du hast jederzeit Zugriff darauf.

3. Dribbble

inspiration - dribbble

Wenn gar nichts hilft, greifen wir auf Dribbble zurück – das hilft immer. Das ist auch eine kostenlose Plattform, wobei es hier auch schon eine Premiumversion gibt, die Du aber in der Regel nicht benötigst.

Hier findest Du einzigartige, animierte Webseiten, Icons und anderen Designs. Wenn das nicht inspiriert…

Die besten Bilder markierst Du mit einem Herz und sie werden automatisch in Deinem Profil gespeichert.

 

Offline Inspiration – weil das Leben draußen abjeht

Wir sitzen den ganzen Tag vorm Bildschirm, hol‘ Dir ruhig Inspirationen außerhalb der Flimmerkiste.

Meine besten 3 Quellen in der „echten“ Welt:

 

1. Das Magazin Page

inspiration - page

Page ist meine Lieblingszeitschrift, die ich mir jeden Monat nach Hause schicken lasse.

Es geht um Unternehmertum, Design-Standards, Design-Trends und die absoluten Design-No-Go’s. Sie inspiriert mich einerseits durch die Themen und natürlich auch, weil sie kreativ gestaltet ist. Das gibt jede Menge Futter für unsere Kreativität.

 

2. Die Zeitschrift T3N

T3N lese ich auch gerne, obwohl ich nicht jede Ausgabe kaufe. Wenn Du T3N noch nicht kennst: Dort geht’s um Business.

Du hältst Dich damit uffm Laufenden und lässt Dich durch die Gestaltung inspirieren. Sehr hilfreich, wenn Dein Kunde selbst eine Zeitschrift auf den Markt bringt oder in einer anderen eine Annonce veröffentlichen möchte.

 

3. Der absolute Offline-Geheimtipp: die Vogue

inspiration - vogue

Die Vogue ist die wohl bekannteste Zeitschrift im Mode- und Lifestylebereich und auch im Designbereich ein echter Trendsetter.

Ich sah schon oft, dass die Vogue designtechnisch etwas ausprobierte, was einige Wochen oder Monate in der Designwelt Standard oder zum Trend wurde. Sie spielen geschickt mit Grafiken und Designs rum. Den ein oder anderen Blick definitiv wert.

Ich kauf‘ sie nicht regelmäßig aber ab und an, um für den kreativen Notfall gewappnet zu sein.

 

4. Novum Design Magazin

inspiration: novum

Diese Design-Zeitschrift lese und blättere ich gerne durch. Sie probieren laufend neue Dinge aus und inspirieren dadurch mega.

 

Offline wartet noch viel mehr Inspirationsmaterial:

  • Visitenkarten
  • Lehrmaterial
  • Bücher
  • Werbeplakate

Wenn ich in Berlin unterwegs bin, entdecke ich unzählige Werbeplakate, die mich in den Farbkombinationen der Logos oder Layoutgestaltung massiv tunen. Du musst nicht in Berlin wohnen – ich bin mir sicher, dass es auch in Deiner Stadt kreative Werbeplakate gibt.

 

Du hast 1000 Ideen, aber weißt nicht so recht, wie Du es technisch in die Praxis umsetzt? Lass‘ Dich von mir bei diesem Prozess unterstützen und bewirb‘ Dich jetzt zum Mentoring.

Ich will Dich designen und meine Inspirationen mit Deinem Business verbinden. Du willst auch? Schreib‘ mir!

 

Was machst Du, wenn Deine Kreativität mal wieder nicht ausm Quark kommt? Lass‘ uns Deine besten Tipps in den Kommentaren da.

Deine Kimi und Dein Timo

 


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Mein Weg in die Selbstständigkeit

selbststaendigkeit - titelbild

Hey,
heute wird es richtig deep. Es geht um die Hürden, Demotivation, Depression, Enttäuschungen und Motivation vor und in der Selbstständigkeit und wie ich schlussendlich meine eigene Medizin gefunden habe.

Ich will ehrlich zu Dir sein:
Ich weiß gar nicht genau wo ich anfangen soll! Für die, die mich noch nicht kennen: Ich bin jetzt 25 Jahre alt und habe mit ca. 15 Jahren die Photoshop-Welt für mich entdeckt. Über die Jahre ergab sich ein Auftrag nach dem anderen. Ob es nun für Freunde, Verwandte oder Bekannte war. Doch mein Weg in die Selbstständigkeit verlief alles andere als reibungslos.

Natürlich war ich – und bin es auch heute noch – total wissbegierig und schaue mir Sachen an und frage mich: „Boah geil, wie hat der Designer denn das so gemacht? Ich will das auch können!“

Durch die angesammelten 10 Jahre habe ich auch sehr viel Erfahrungen in den Bereichen Webdesign, Grafikdesign und so weiter gesammelt. Ob es nun darum ging, wie Du Dich am besten vor Deinem Art-Director rechtfertigst oder Du als Projektleiterin mit einem riesigen Team an einem Kundenprojekt arbeitest bis hin zu den verschiedensten Projekten für kleine Unternehmen und vielem mehr aus der Kreativ-Branche.

Nun sitze ich hier in meinem kleinen, feinen Büro und bin erst jetzt bereit, darüber zu schreiben.

Aber warum erst jetzt? Ich bin eine typische Berlinerin, die auch sehr gerne keen Blatt vor den Mund nimmt. Ehrlich und sehr direkt, dennoch so bedacht, dass die gewählten Worte für die jeweilige Situation angemessen sind.

 

Entscheidung: Eiskalte Selbstständigkeit

Damals in meiner Erstausbildung zur Fotomedienfachfrau kam mir immer wieder ein Gedanke: „Hach, wäre das toll, wenn ich ein eigenes Business hätte.“

selbststaendigkeit - kamera

Eigentlich war die Selbstständigkeit immer nur so ein flüchtiger Gedanke. Doch wenn die Arbeit wieder etwas stressiger war und ich von meinem Chef wieder Schimpftiraden über mich ergehen lassen musste, bei denen ich nur noch mit dem Kopf schütteln konnte, dann kam dieser Gedanke öfter mal zum Vorscheinen.

Bestimmt hattest Du ooch schon solche Situationen, in der es soweit ging, dass Du Dich selbst gefragt hast: „Ist das Dein Ernst?“

Ja, diese Situationen kamen immer und immer wieder. Ich weiß noch als ich im Sommer 2013 unter meinem damaligem Namen WebWeber-Webdesign drei kleine Aufträge für die eSports Branche fertigstellte. Was ich dafür bekommen habe, war für mich nur ein kleines Taschengeld, das ich nebenbei verdiente.

Aber an diesem einen heißen Sommertag habe ich mich gefragt, ob das so richtig ist.

Ich arbeitete als Azubine 40 Stunden in der Woche, schob Überstunden ohne Ende und bekam für diese drei kleineren Aufträge mehr als das Doppelte von meinem Monatsgehalt. Nein – fast das dreifache an Gehalt und das auch noch dafür, dass ich nur wenige Tage an diesen Projekten saß? Da stimmt doch was nicht.

Das war der erste ernste Moment, in dem ich mir dachte: „Kimi, du hast das Potential! Mach’ was draus!“

selbststaendigkeit - notizblock

Aber wie ich nun so war, stand ich kurz vor der Abschlussprüfung. Ich wohnte noch bei Mutti und das alles zu riskieren, wenn ich demnächst eine eigene Wohnung suche und so weiter, war mir dann doch zu riskant. Zumal ich damals ohnehin noch keene Ahnung von dem anderen Zeug hatte, der für die Selbstständigkeit wichtig ist.

Nach dem Abschluss der Ausbildung kündigte mich mein damaliger Chef mit der Aussage: „Kimi, wir haben kein richtiges Arbeitnehmer/ Arbeitgeber Verhältnis.“ Ah ja, da sind Sachen abgelaufen… Halleluja, aber dazu in einem anderen Beitrag mehr.

Nun gut, nach Abschluss der Ausbildung war ich halt arbeitssuchend.

Yeyyy, was für ein Spaß.

Zum Arbeitsamt watscheln und sich behandeln lassen wie ‘ne Nummer, die nicht ernst genommen wird. Zu mir sagten sie, dass ich in NRW oder Stuttgart vermittelbar wäre, aber in Berlin keene Chance hätte, obwohl ich vorher sagte, dass ich mich für Jobs als Mediengestalter interessiere. Sowas können diese Sachbearbeiter sehr gut. Zumindest aus meiner Erfahrung. Einfach gekonnt ignorieren! Manchmal schwor ich mir, während mir die Sachbearbeiterin tonnenweise Formulare ausdruckte, dass ich das nächste Mal einfach mit der Wand sprechen werde. *lach*

Nach der ganzen Aktion beim Arbeitsamt war ich dann endlich soweit, mich woanders bei den verschiedensten Firmen als Fotomedienfachfrau zu bewerben. Warum? Weil ich den Gedanken beiseite gelegt hatte, etwas Professionelles in der Designbranche aufzuziehen.

Nach mehreren Absagen in Berlin hat es mir gereicht und ich bin samt meinem ganzen Ersparnissen von 400 Euro nach Hamburg gedüst. Nebenbei teilte ich Mutti ‘ne Woche vorher mit, dass ich meine Sachen packen und nach Hamburg ziehen werde und dort sehe, was ich dort schaffen kann.

Hamburg fasziniert mich bis heute noch total. Ich liebe diese Stadt! Sie ist sehr schön und ich habe sie schon immer mit Freiheit verbunden. Ich wollte aus Berlin raus, weil mich nur noch negative Gedanken plagten. Von kaputten Freundschaften, Beziehungen und Absagen aus der Arbeitswelt.

 

Neuanfang in Hamburg

Tja, da stand ich nun mit meinen sieben Sachen und 400 Euro in Hamburg.

Klar hatte ich da auch 1 – 2 Freunde, bei denen ich erstmal wohnen konnte, aber sonst nichts. Mir wurde sogar mein ALG I gesperrt, weil ich einfach unerlaubt abgehauen bin. *lach* Das waren noch Zeiten.

Wie der Zufall es so wollte, habe ich, wie auch immer, die „Technische Fachschule Heinze“ gefunden. Mitunter das Beste, was mir passieren konnte. Dort habe ich meine zweijährige Ausbildung zur Screendesignerin absolviert und viele interessante Persönlichkeiten kennengelernt, mit denen ich heute noch Kontakt habe.

Nach der Ausbildung bin ich wieder zurück in meine Heimat gezogen, da mir meine Familie, meine Freunde und das Berliner Chaos sehr fehlten. Da stand ich nun wieder wie vor 2,5 Jahren und bin wieder ab zum Arbeitsamt. Wieder wurde ich wie der letzte Arsch behandelt. Sorry, aber ich habe beim Arbeitsamt nur schlechte Erfahrungen gesammelt. Wenn Du gute Erfahrungen gemacht hast, dann freut mich das wirklich sehr!

 

Zurück nach Berlin: Jetzt endlich den Weg in die Selbstständigkeit?

Nun spielte ich schon wieder mit dem Gedanken der Selbstständigkeit. Langsam wäre es echt Zeit geworden. Aber ich hatte ja wieder nix im Ärmel und die Angst besiegte mich ein weiteres Mal.

Also suchte ich erstmal nach Jobs im Designbereich. Ich hatte sehr viele Bewerbungsgespräche und zu meinem Erstaunen fragten mich einige, warum ich mich mit meinen Fähigkeiten nicht selbstständig machte.

 

Nach etwa 3 – 4 Monaten der Arbeitssuche konnte ich endlich mal in den Genuss kommen, mir meinen Arbeitgeber auszusuchen, denn es trudelte eine Zusage nach der anderen ein. Das war wirklich ein tolles Gefühl!

selbststaendigkeit - kreatives leben design

Ich entschied mich für meine letzte Werbeagentur, bei der ich mit einem Praktikum anfing und dort fast 1,5 Jahre gearbeitet habe.

Zudem solltest Du wissen, dass ich in dieser Agentur bis zum letzten Atemzug wirklich glücklich war. Ich habe mich bis ganz nach oben hochgearbeitet und durfte teilweise die Firma lotsen, Projekte leiten, Kunden beraten und verschiedenste Sachen designen. Wir hatten jede Menge Visionen und Wünsche! Wir, ich und meine damaligen Chefs, haben auch so viel in der Freizeit gemeinsam gemacht, sodass daraus eine gute Freundschaft entstand. Diese Zeit war echt toll.

Zumindest bis zu dem Tag, an dem ich krank geworden bin.

Leider haben sich dann der Schatten des Startups mehr gezeigt als die Sonnenseiten. Mein Arzt teilte mir mit, dass ich durch zu viele Überstunden und den teilweise echt dummen Kommentaren psychisch erschöpft wäre.

Ich war nun ca. 6 – 7 Monate krankgeschrieben. Die ersten 1 – 3 Monate waren für mich die Hölle. Ich wurde richtig depressiv – und das als Workaholic. Ich liebe es zu arbeiten, ich könnte es den ganzen Tag machen. Wenn ich irgendetwas designe, entspannt mich das richtig.

 

Ich designe nie wieder! Mir reicht’s!

Da stand ich nun zum dritten Mal vor der gleichen Situation.

Nur konnte ich mich dann selbst aus der Trauer- und Depri-Phase rausholen, obwohl sie echt lange angedauert hat.

Ich sagte zu mir selbst: „Jetzt reicht es mir aber gewaltig! Keen Arbeitgeber schreibt mir jemals wieder irgendetwas vor oder geht so mit mir als Mitarbeiterin um! Jetzt werde ich selber tätig!!!“ Halleluja…. das waren wirklich Höhen und Tiefen, um zu dieser Erleuchtung zu kommen.

In den ersten Monaten meiner Arbeitsunfähigkeit habe ich sehr viel mit diesem einen Gedanken gespielt: „Mhhh… machste dich jetzt endlich selbstständig?“ Das lief dann wochenweise ungefähr so, dass an einem Tag die Antwort lautete: „Ja, du machst dich jetzt Selbstständig!“ und am nächsten Tag: „Nein, auf keinen Fall, wie sollst du das denn alles meistern? Davon leben? Das funktioniert doch niemals und das auch ohne Eigenkapital??? Never.“

Also habe ich versucht mir meine eigene Medizin zu suchen, denn ich hatte dauerhafte Kopfschmerzen, Albträume, Heulattacken, wurde paranoid und hatte nur noch Angst.

Meine Medizin war, monatelang Videos von meinen persönlichen Mentoren und Vorbildern anzusehen. Wirklich krass. Es ging den ganzen Tag rauf und runter mit den Videos, Livestreams und Blogbeiträgen. Ich habe mir extra Bücher gekauft, um mich selbst zu motivieren. Habe endlose Gespräche mit meinen engsten und vertrautesten Leuten geführt.

Ich war stets und ständig verzweifelt, wie es nun weitergehen soll. Wahnsinn. Für mich war es sehr schwer, damit umzugehen. Stell’ Dir mal vor, dass Du immer gesundes Selbstbewusstsein hattest und auf einmal erschlägt Dich eine Enttäuschung so, dass Du zu einem Wrack wirst.

Das Schlimme daran war auch noch, dass ich in den ersten Monaten sogar mit dem Gedanken gespielt hatte, nie wieder in der Designbranche tätig zu sein. Nicht als Selbstständige oder als Angestellte! Aber dann habe ich mein ganzes Leben immer und immer wieder revue passieren lassen und eines festgestellt:

Egal welche Ziele oder Träume ich hatte, ich habe sie alle geschafft! Wirklich alle! Ja, auch mit viel Risiko verbunden, aber hey, ich habe es geschafft, weil ich daran geglaubt und Gas gegeben habe.

selbststaendigkeit - probleme sind immer chancen

 

No risk no fun

Ich möchte nie wieder für jemanden arbeiten, um festzustellen, dass man als Sklave behandelt wird! Ewig lange Überstunden macht, ohne eine angemessene Vergütung zu bekommen, angeschrien wird, weil man mitdenkt, die Arbeiten von und für die Chefs macht und dabei stets und ständig für Kleinigkeiten angepöbelt wird und immer hofft, dass das liebe Geld pünktlich auf dem Konto ist, weil man nicht weiß, ob der Chef das Geld endlich überwiesen hat.

Ich möchte endlich meine eigene Frau sein! Machen was ich möchte! Neue Arbeitsplätze schaffen! Ein ganz neues und tolles Netzwerk aufbauen und endlich wissen, dass die Arbeit, die ich da rein stecke, für mich, meine Zukunft, meine Ziele und meine Träume ist.

Wie du merkst, lagen auf meinem Weg tausende Steine, bis ich endlich die Entscheidung getroffen habe, meinen Weg in die Selbstständigkeit zu gehen.

Wenn Du auch in solch einer gleichen oder ähnlichen Situation bist: Bitte gib Dich nicht auf! Du wirst es schaffen! Du musst es nur machen! Egal wie, es gibt immer und für alles eine Lösung!

 

Wie war Dein Weg in die Selbstständigkeit? Ich freue mich auf Deine Erfahrungen.

Deine Kimi

 


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Geduld ist eine Tugend

Geduld ist eine Tugend - Beitragsbild

Oft kann es gar nicht schnell genug passieren. Und doch gibt es diese Situationen, in denen wir einfach mal warten und Geduld haben müssen. Situationen, in denen die einzige Fähigkeit, die von dir erwartet wird, das stumpfe Abwarten ist.

Kennst Du das auch?

Geduld ist eine Tugend - Bild1

 

Problem: Geduld

Viele von uns haben Probleme damit, vor allem ich. Es gibt nichts Schlimmeres für mich als zu wissen, dass mir meine Hände gebunden sind, bis ’’das Gras drüberjewachsen ist“.

Die Frage, die ich mir immer stellte, war: Wie lernt man dieses geduldig sein?

Es fiel mir sehr lange Zeit sehr schwer. Und es gibt immer noch Situationen, in denen ich einfach nicht stillhalten kann. Aber was ich gelernt habe: Wir können diese Zeit überbrücken. Wenn wir das nicht überbrücken, fangen wir an, uns darüber aufzuregen, wie langsam es doch voranschreitet.

Zum Beispiel wollte ich als Kind immer Musiker werden und auf den großen Bühnen spielen. Jahrelang habe ich vor mich hinjeklimpert und irgendwann spüren müssen, dass ich ja tatsächlich Geld brauche, um zu überleben. Also ging es los mit Jobsuche und all dem Kram. Das hat meine Musik ordentlich leiden lassen. Doch sitz’ ich jetzt hier mit meinen 21 Jahren und merke, dass ich das doch immer noch machen kann.

Ich musste die Zeit nur anders nutzen. Vor allem, um überhaupt erstmal im Teich mitschwimmen zu können.

Fakt ist: Ich habe das Potential.

Was ich nicht hatte waren die Disziplin und die Geduld. Ich war auch erst ein Drei-Käse-Hoch. Jetzt habe ich meine Arbeit und kann mich jetzt sogar mit mehr Bedacht und mit mehr Ruhe meiner Musik widmen. Selbstverständlich habe ich dafür weniger Zeit, aber das macht es doch umso wertvoller.

Geduld ist eine Tugend - Bild2

 

Geduld geht janz entspannt

Was ich Dir damit sagen will: Es ist ok, sich ein wenig Druck zu machen. Wir sollten dennoch nicht aus den Augen verlieren, dass der eigene Wunsch womöglich ein Griff nach den Sternen ist und somit Arbeit und vor allem Zeit braucht.

Versuche abzuwägen, ob Dein Gedanke in Deinem Zeitplan umsetzbar ist. Macht es Sinn nach der Welt zu greifen, wenn Du nicht einmal Deine eigenen Hosentaschen kennst?

Wie ist die Sache mit der Geduld bei Dir? Hast Du sie oder bist Du auch so ungeduldig wie ich?

Verrat’ es uns in den Kommentaren.

 


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Warum Versagensängste mich blockierten und warum das völlig unnötig war

Versagensängste - Menschen zeigen mit Fingern auf Person

Mir liefen die kalten Schweißperlen die Stirn hinunter. Ich und Videos schneiden? Never. Damit hatte ich doch so gar nichts am Hut. Ich dachte, ich würde das nicht können. Schließlich war ich nie der übertriebene kreative Typ. Ich wollte schon fast Nein sagen, als Kimi das verlangte. Ich hatte Versagensängste

Doch dann merkte ich eines: Ich habe mich von meinen Versagensängsten so oft blockieren lassen. Und noch schlimmer: Ich habe mich dadurch an so vielem selbst gehindert. Einfach nur, weil ich Angst hatte, komplett zu versagen. Den Anforderungen nicht gewachsen zu sein. Doch ganz ehrlich? Welche Anforderungen?

 

Bei Versagensängsten: Augen zu und ins Wasser springen

Fakt ist doch, dass man sich selbst mal ins Wasser schubsen muss oder, wie in meinem Fall, von anderen schubsen lässt. Ich hatte echt keine Ahnung von Videoschnitt. Adobe Premiere CC – nie gehört. Doch ich machte einfach die Augen zu – okay, es war nicht einfach, aber ich hab’s trotzdem gemacht – und sprang ins Wasser.

Versagensängste - Frau im Haifischbecken
Manchmal sollte man trotz Versagensängsten einfach ins kalte Wasser springen.

Was soll schon schief gehen? Schlimmstenfalls muss Kimi mir es noch mal zeigen. Also habe ich es einfach gemacht. Meine Ängste beiseitegeschoben und mich eingearbeitet. Und was soll ich sagen – es hat mich beflügelt. Ich habe unendlich viel gelernt. Mit dieser Euphorie bin ich über die Angst herausgewachsen.

Heute verkaufen wir fast wöchentlich Videos, die ich mit Freude und einer immer gigantischer werdenden Leidenschaft erstelle. Das hätte ich anfangs nie von mir selbst erhoffen können. Doch dank Kimi und dem positiven Feedback der Kunden, merkte ich, dass meine Fähigkeiten sich echt sehen lassen können. Was einerseits ein schöner Ego-Schub ist, andererseits aber auch ein großer Schritt in der persönlichen Entwicklung. Die Verzweiflung und Überforderung müssen wir analysieren lernen. Dadurch verstehen wir, woran es gehapert hat. Mir hilft das unglaublich, in jeder Sekunde, in der ich die Handfläche auf den Kopf schlagen könnte. Statt erneut zu verzagen denke ich an den Fortschritt und die Überwindung meiner Angst. Schließlich hat mich das an diesen Punkt gebracht und mich erkennen lassen, dass ich echt ruhig bleiben kann. Ich habe es in kurzer Zeit geschafft, wertvolle Arbeit für unsere Kunden leisten zu können. Warum sollte es in dieser Sekunde scheitern? Das wäre lächerlich.

Drum Zähne zusammengebissen und ab dafür.

 

Versagensängste – Aus dem Elefanten wird eine Mücke

Es gibt so einige Situationen, in denen der Fehler so banal war. Da frage ich mich heute noch, wie ich daran scheitern konnte. Eine Kundin schickte uns eine Nachricht. Für mich enthielt sie sehr kryptische Angaben. Ich habe Kimi gesagt, dass ich ganz stark bezweifle, dass ich dieser Aufgabe gewachsen sei. Geschweige denn, die Anweisungen überhaupt umsetzen kann. Es waren nur Fragezeichen in meinem Kopf.

Person am Schreibtisch mit Versagensängsten
Versagensängste: Manchmal hat man nur Fragezeichen im Kopf.

Ich meinte, sie solle der Kundin sagen, dass es nicht möglich ist und wir eine Alternative finden müssen. Kimi sagte nur: ,,Zeig mal her.“ Ohne Mist – wir haben die Aufgabe innerhalb von 20 Sekunden genau nach den Wünschen der Kundin umgesetzt. Es waren nicht mal 3 Mausklicks nötig. Im Nachhinein war ich echt wütend auf mich: wie lächerlich diese Situation doch eigentlich war. Meine Versagensangst hat mich fühlen lassen, dass ich zu doof dafür wäre.

Person am Schreibtisch mit neuen Ideen gegen die Versagensängste
Besonders bei Versagensängsten gilt: Zähne zusammenbeißen und durch die Angst gehen. Dann kommt der Erfolg.

 

Versagensängste sind unnötig

Mein Fazit für euch ist folgendes: Verzweiflung ist menschlich, aber auch echt nervig. Wir müssen einfach erkennen, ob es Wut oder Angst ist, die sich breitmacht. Und dass sie uns einen Schleier vor unsere Augen werfen. Wir sollten lernen, über unseren Ängsten zu stehen und auch mal genau diesen Schritt zu wagen. Selbst wenn er gegen alles spricht, was wir so kennen und gelernt haben.

Sei es im Business oder beim Bäcker. Nur weil ich von Weitem gerochen habe, dass ich das Mohnbrötchen nicht mag, heißt es nicht, dass der Geschmack genauso schlimm ist. Doch auch fern der Metapher hoffe ich, ihr versteht meine Botschaft heute: Wir sind der Herr (oder die Dame) unserer Gedanken.

Wenn unsere Angst mal überhandnimmt – einfach mal kurz ein- und ausatmen, Gedanken sammeln und weiter geht’s. Oder vielleicht solltet ihr kurz eine Pause machen und danach geht’s mit frischer Kraft und klaren Gedanken weiter an die Arbeit.

Wie gehst Du mit Versagensängsten um? Schreib’ es uns in die Kommentare.


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Warum Netzwerken so wichtig ist & warum Du es nicht vernachlässigen solltest

Klasse, dass Du da bist und Dich für das Thema Netzwerken interessierst! Immer wieder merke ich, dass es vielen gar nicht bewusst ist, dass netzwerken ein mächtiges Werkzeug für das Business ist. Wenn Du Dich bis dato noch nicht damit auseinandergesetzt hast, sage ich Dir persönlich: „JETZT“ ist es an der Zeit, Dich damit wirklich intensiv auseinanderzusetzen. In diesem Beitrag gebe ich Dir einige Tipps, wie Du Dein eigenes Netzwerk aufbaust, und teile meine Erfahrungen mit Dir.

Ich finde es sehr wichtig, dass wir uns gemeinsam nach vorne katapultieren und kein großes Geheimnis daraus machen. Denn ich habe dieses Rad auch nicht neu erfunden *lach*. Fakt ist, dass ich dadurch meinen Kundenstamm um 30% erweitert habe und tagtäglich jede Menge krasse Leute kennenlerne. So bin ich sehr flexibel bei Kundenwünschen, die z.B. noch ein Imagevideo haben möchten. Ich kann es einfach an meine Netzwerkpartner auslagern.

 

Was ist netzwerken?

Am Anfang habe ich dieses Wort überall gesehen. Netzwerken hier, netzwerken da. Ich dachte mir immer wieder: „Was meinen die Leute denn damit? Ist das eine neue Social-Media-Plattform oder was?“ Hahaha, wirklich! Einige fassen sich bestimmt an den Kopf und denken sich „Herr Gott Kimi, das ist doch total logisch!“ Aber wenn man den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht und so etwas nie bewusst wahrgenommen hat, steht man erst mal auf’m Schlauch. Netzwerken bedeutet, dass Du Dein Kontaktnetzwerk aufbaust und pflegst. Ziele können zum Beispiel sein:

  • Wissensaustausch (Gleichgesinnte aus Deiner Branche)
  • Gegenseitige Unterstützung
  • Mehr Empfehlungen
  • Reichweite
  • Neukunden

Im großen worldwideweb gibt es unzählige Anleitungen, wie Du das Netzwerk am besten aufbaust. Ich habe dazu keine Anleitung gebraucht und bin der felsenfesten Überzeugung, dass Du es auch mit meinen Tipps schaffst. Das Einzige, was Du vielleicht machen musst: Sie auf Dich und Deine einzigartige Persönlichkeit umsetzen.

 

Worüber sollte ich mir vorerst Gedanken machen?

Wie habe ich angefangen? Ich habe mir einen Stift und ein Blatt Papier genommen. Ich habe mir erst mal grobe Gedanken gemacht, wen ich denn so für mein Business gebrauchen könnte. Da ich ja Kommunikationsdesignerin bin und mein Schwerpunkt auf visuellen Dingen liegt, brauche ich natürlich noch andere Profis, die mich bei gewissen Kundenprojekten unterstützen. Also habe ich den ganzen Spieß mal umgedreht und es als Kunde betrachtet. Ich stellte mir die Frage: „Wen brauche ich, wenn ich eine Webseite möchte?“ So kam eine Menge zusammen:

  • SEO-Texter
  • Werbeanzeigen-Experten
  • Social-Media-Coaches
  • Fotografen
  • Videografen

Das waren also die Leute, die ich erst mal gesucht habe. Auf diesem Weg traf ich noch andere Designer, Illustratoren und andere Dienstleister. Unser Team und Netzwerkpartner findest Du auf unserer Team-Seite.

Nun bin ich seit November 2017 selbstständig und ich konnte durch diese Suche schon jetzt ein riesiges Netzwerk aufbauen. Ich hätte niemals gedacht, dass es so einfach ist. Das Geile daran ist, dass ich dabei andere Branchen kennenlernen konnte und einen ganz anderen Blick für bestimmte Situationen entwickelt habe. Weil ich endlich den Hintergrund dafür kennenlernte. Für mich ist das immer sehr spannend und aufregend.

Eigentlich ist netzwerken wie ein spannendes Abenteuer und Du kannst Dir aussuchen, wer in Deinem Boot mitfährt und wer nicht. Klar: Dabei müssen wir aufpassen, wie unabhängig wir sein möchten. Zu viel Abhängigkeit von anderen kann früher oder später eventuell nach hinten losgehen. Also denke immer daran, wenn Du mit jemandem zusammen arbeitest, der nicht zuverlässig ist und die Termine nicht einhält: Halte einen Plan B bereit. Mach’ Dir wirklich erst mal Gedanken, wen Du brauchst und mit wem Du Dir gut vorstellen kannst, dass es mit Deinen Kunden gut passen könnte.

 

Wer gehört in mein Netzwerk?

Du solltest natürlich jetzt nicht jeden Hans und Franz in Deinem Handy oder auf Deiner Netzwerkseite speichern. Such’ Dir wirklich Leute, die ähnliche Ziele wie Du verfolgen oder dort sind, wo Du unbedingt hin möchtest.

 

Wo finde ich neue Netzwerkpartner?

Es gibt so viele Möglichkeiten mit neuen Menschen in Kontakt zu treten. Die Mehrheit meiner Netzwerkpartner habe ich durch Facebook-Gruppen oder Instagram gefunden. Offline waren es Seminare, Netzwerktreffen oder andere Events, auf denen sich viele Unternehmer aufhalten. Erst mal musst Du ein wenig im Dschungel suchen und dann wirst Du passende Leute finden. Das braucht natürlich etwas Zeit und mit ein wenig Geduld funktioniert das definitiv. Seh’ zu das Du auf den verschiedenen Social-Media-Plattformen aktiv bist. Netzwerkpartner machen sich den ersten Eindruck über Dich oft über Social Media oder Deine Webseite.

 

Erst GEBEN, dann nehmen!

Was meine ich jetzt damit? Ich habe schon so viele Anfragen wie diese bekommen: „Heyyy, na? Machste mir eine Webseite for free, ich bin ein krasser Coach“. So etwas kann ich echt nicht mehr lesen. Wer mir so etwas schickt, landet direkt auf meiner Blacklist! Ich kann Dir nur raten, solche Anfragen nicht ernst zu nehmen. Es ist wichtig, dass man sich erst mal persönlich und menschlich kennenlernt, bevor man gleich irgendwas zusammen startet. Klar gibt es Einzelfälle, bei denen passt alles wie die Faust auf’s Auge – aber das passiert selten. Lass’ uns doch erst mal kennenlernen auf’n Kaffee. Wenn wir nicht in der gleichen Stadt wohnen, dann skypen oder telefonieren einfach ’ne Stunde. Durch dieses Kennenlernen findet man sehr schnell raus, ob man wirklich Netzwerkpartner werden kann oder nicht.

Ich sehe das immer wie „neue Freunde“ finden und achte genau darauf, wie die Freundschaft sich entwickelt: Wie aktiv pflegen sie unseren Kontakt? Wollen sie viel nehmen und geben sie auch viel zurück? Da gibt es ’ne Menge Faktoren, die ’ne wichtige Rolle spielen. Natürlich schaue ich auch auf die Qualität. Es bringt mir ja nichts, wenn das nur Bullshit ist. Spätestens wenn Du nach eurem Kennenlernen merkst „OMG, das ist hier gar nix!“, sei ehrlich und kommuniziere, dass es nicht mehr wird als dieser „Bekannten-Status“.
Wenn Du Dich mit der Person wohlfühlst, kannst Du auch gleich 2-3 Tipps mitgeben, wenn sie Fragen hat. Mach’ kein Geheimnis daraus, denn auch Dein zukünftiger Partner wird Dir genauso neue Sachen mitgeben. Dann hast Du 3 neue Tipps in Deiner Tasche, die Du in Dein Business übertragen kannst. Ganz ehrlich – ohne mein Netzwerk wäre ich nicht da, wo ich heute stehe.

Ich höre immer häufiger, dass mich Leute durch Partner X kennen oder ich von Partner Y empfohlen wurde. Das ist ein mega Gefühl und aus diesem Ganzen haben sich echt einige enge Freundschaften gebildet. Diese Menschen möchte ich an meiner Seite nicht mehr missen. Natürlich bin ich so eine, die es liebt, sich immer wieder auszutauschen, gemeinsam an etwas zu arbeiten und sich gegenseitig zu motivieren, wenn man mal wieder ’ne doofe Phase hat und man komplett an sich zweifelt. Es gibt doch nichts Besseres, wenn Dein Netzwerkpartner, der schon viel weiter ist als Du, sagt: „Hey, das wird wieder! So ging es mir vor 2 Jahren auch. Bleib’ dran – Du hast mega Potential!“

 

Netzwerken – Das Fazit

Ich finde netzwerken extrem wichtig. Es ist das heutige Machtwerkzeug, womit Du Dein Vorhaben sehr schnell nach vorne katapultieren kannst. Für beide Seiten ist das eine tolle WIN-WIN Situation. Man lernt jemanden neu kennen, hilft sich gegenseitig und empfiehlt sich weiter. Im besten Fall brauchst Du kaum noch Kaltakquise betreiben. Und Deine Reichweite steigert sich enorm. Was mich natürlich am meisten motiviert ist, dass sich enge Freundschaften daraus bilden und man gemütlich mit Gleichgesinnten zusammen sitzt, die Dich verstehen, weil genau sie sich auch in den Situationen befinden oder es schon selbst durchlebt haben.

Das i-Tüpfelchen wäre natürlich, wenn Du Dein Netzwerk auch immer wieder auf Deiner Seite oder Deinen Social-Media-Kanälen erwähnst. Dafür sind sie so dankbar! Viele haben mir immer wieder gesagt: „Boah, das machst du echt? Was möchtest DU denn dafür?“ Da bin ich aus allen Wolken gefallen. Wieso will ich was dafür haben? Ich finde Dich klasse. Du bist in meinem Netzwerk und ich erzähle mit gutem Gewissen und reinem Herzen von Dir. Das soll meine Community erfahren.

Klar solltest Du darauf achten, dass nicht nur Du immer dieser „Geber-Part“ bist. Ich habe auch 2 – 3 Partner, die schon sehr viel von mir bekommen haben. Aber ich so gut wie gar nichts von ihnen. Nicht mal ’n Wissensaustausch. Diese werden vermerkt und früher oder später ausgetauscht mit anderen Leuten, die richtig Bock darauf haben.

 

Ich hoffe, dass Dir mein Post gefallen hat und Dich etwas weiter bringt. Es ist gar nicht so schlimm, wie manche erzählen. Netzwerken ist kinderleicht. Du musst es nur WOLLEN, dann klappt alles von allein.

Teile Deine Erfahrungen gerne mit uns: Hast Du ein eigenes Netzwerk oder ist das gar nichts für Dich?

 


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Selbstzweifel – was tun, wenn‘s mal nicht so läuft?

Selbstzweifel – Was tun, wenn‘s mal nicht so läuft?

Hey! Ich bin jetzt schon 2 Jahre selbständig und erfolgreiche Unternehmerin. In dieser Zeit gab es viele Berg- und Talfahrten. Über diese erzähle ich Dir heute persönliche etwas – denn diese Selbstzweifel kennen wir doch alle. Egal ob Du Unternehmer oder Privatmensch bist oder auf irgendeine andere Art und Weise Deinen eigenen Weg läufst. Am Ende erfährst Du 7 Strategien, mit den Zweifeln umzugehen.

 

Die Berg- und Talfahrt

Dein Leben, sowohl privat oder beruflich, läuft super. Alles ist bestens, aber dennoch fühlst Du manchmal eine gewisse Leere in Dir ? Jetzt gerade habe ich das auch und oft frage ich mich: “Kimi, was ist denn da wieder los? Ist es die Angst zu versagen, die Angst vor der Zukunft oder ist es einfach mein Kopf, der sich Fragen über Fragen stellt und sich selbst in ein kleines Tief einredet?“

Eigentlich bin ich ein sehr fröhlicher, harmonischer und optimistischer Mensch. Dennoch fiel mir auf, dass ich, seitdem ich mich selbstständig gemacht habe, ab und an für einen kurzen Moment einen Deep-Tag habe. An diesen Tagen zweifle ich alles an: Mich, meine Fähigkeiten, meine Ziele, meine Träume. Kurz gesagt, einfach mein ganzes Können. Am Anfang war es sehr schwer für mich, mit diesen Selbstzweifeln umzugehen.

 

Vergleiche und Social Media

Mir fiel auf, dass ich automatisch, unterbewusst einen immensen Druck aufbaue – den ich als solchen nicht richtig wahrnehme. Schauen wir uns doch allein die Social-Media-Kanäle an. Egal wo wir unterwegs ist, kriegen wir förmlich alles um die Ohren gehauen. Wie der Mensch XY da und dort war, mega erfolgreich war und hier ein fettes Business nach dem anderen aufgebaut hat und mit irgendwelchen sinnlosen Zeug förmlich die Masse anspricht. Ganz schlimm ist da Instagram. Ich denke mir oft: Ist das deren Ernst ?

Kennst Du das? Du fühlst Dich auf einmal ganz klein. Du weißt, dass Du Dich nicht mit anderen vergleichen musst, weil Du selbst einzigartig bist. Aber sind wir mal ehrlich: Wir tun es doch tagtäglich. Auch wenn kaum jemand darüber spricht.

Ich unterteile das gerne in gesunde Vergleichbarkeit und übertriebene Vergleichbarkeit. Auch wenn ich mich meiner Meinung nach im gesunden Bereich befinde, kriege ich so wie jetzt aus dem Nichts Selbstzweifel und einen Deep-Tag.

Da ich dahingehend typisch Frau bin, schnappe ich mir direkt die nächste ultra Schnulzmusik, um das alles so richtig zu zelebrieren 😂 Also, manchmal könnte ich mir selbst an den Kopf fassen …

 

Wie meine Selbstzweifel entstanden

Doch warum schreibe ich nun diesen Beitrag? Weißt Du, ich möchte ehrlich zu Dir sein. Ich habe fast 2 Jahre richtig Gas gegeben. Für meine Sichtbarkeit, mein Image, Kunden zu generieren, ein großes Netzwerk aufzubauen und eine vertrauensvolle Community zu erschaffen. Ich war rund um die Uhr damit beschäftigt, jeden Tag 1000% zugeben. Ja, ich habe es geschafft, meinen eigenen Weg zu finden. Doch dann passierte im Rausch dieser ganzen Faktoren, dass ich blind vor meiner eigenen Selbstreue wurde.

Was mein ich jetzt genau damit? Ich habe nur noch abgearbeitet. Mein kreativer Akku wurde immer leerer. Teilweise haben sich gewisse Kunden das Recht rausgenommen, mir zu befehligen, wann ich gewisse Arbeiten abzuliefern habe. Natürlich innerhalb kürzester Zeit. Manchmal habe ich noch gefragt, wie hoch ich denn genau springen soll?

Dann kam mein zweiwöchiger Urlaub. Ganze 14 Tage nicht ein einziges Mal am Laptop. Es war so, als ob ich mich selbst komplett durch die Waschanlage gezogen habe und danach wie neugeboren rauskam. Nach meinem Urlaub redete ich sehr lange mit Timo. Ich sagte zu ihm, dass ich so nicht mehr weiter machen kann. Prompt grinste er und meinte: “Endlich Kimi! Lass’ uns das machen, worauf wir Bock haben und genau das liebt auch unsere Community.”

Damit hatte er vollkommen recht. So unterstützte er mich mit meinen Gedanken – was mir unheimlich viel Kraft gab. Wir trennten uns innerhalb eines Vormittags von Kunden, Partnern, Strategien und einer Menge anderen Kram, der noch so anstand. Danach fühlten wir uns 1 Tonne leichter und motivierter.

 

7 Strategien gegen Selbstzweifel

Aus dieser riesigen Deep-Zeit und aus meinen anderen kleinen Deep-Punkten habe ich viel gelernt. Die besten 7 Strategien, erfährst Du jetzt.

  1. Wenn Dir alles zu viel wird, dann scheiß mal in diesem Moment auf alles und nimm Dir den restlichen Tag frei. Pack Dein schlechtes Gewissen mal für den restlichen Tag in die unterste Schublade.
  2. Kehre in Dich und frage Dich, warum Du das alles machst. Höre auf Dein Herz.
  3. Bitte tu mir den Gefallen und schmeiß alle Störfaktoren weg, die Dich so oft von Deinem Weg ablenken und nervtötend sind.
  4. Habe den Mut, einfach Du zu sein. Eine billige Kopie von jemand anderen zu sein, macht Dich auf Dauer nur unglücklich.
  5. Scheiß mal auf alle: auf Mentoren, Vorbilder usw. Höre auf Dich und bleibe Dir selbst treu.
  6. Freunde Dich mit Selbstzweifeln an. Ich brauche das manchmal. Einfach mal alles raus weinen oder vor Freude weinen. Einfach alles rauslassen. Erlaube Dir, für diesen Abend ein absolutes emotionales Wrack zu sein.
  7. Am nächsten Tag setzt Du Deine Krone wieder gerade und ziehst mit allem, was du hast und voller Selbstbewusstsein in den Businesskrieg und machst sie alle platt. (Du weißt schon, wie ich das meine)

 

 

Ich hätte niemals gedacht, dass ich mich mal so öffnen würde. Aber genau das bin ich und ich hoffe, dass ich Dir für einen Moment Trost und Hoffnung schenken könnte.

Wie gehst du mit Selbstzweifeln um? Was sind deine Erfahrungen?

 


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